Für mehr Barrierefreiheit im Busverkehr

Zehn Haltestellen in Stuttgart werden mit Fördermitteln des Landes umgebaut. Die grün-rote Landesregierung hatte zur Beschleunigung eines barrierefreien Umbaus von Bushaltestellen ein Sonderprogramm aufgelegt, mit dem sie die Anhebung von Bordsteinkanten oder den Einbau von Blindenleitstreifen mit pauschal 10.000 Euro pro Haltestelle bezuschusst. Das entspricht etwa der Hälfte der Kosten. Insgesamt umfasst das Landesprogramm fünf Millionen Euro. Die Stuttgarter Landtagsabgeordneten Muhterem Aras, Brigitte Lösch und Nick Tschenk (alle Bündnis 90/Die Grünen) begrüßen vor allem die größere Barrierefreiheit im Busverkehr. „Das ist sehr gut angelegtes Geld. Ein barrierefreier Zugang zum ÖPNV ist ein wesentlicher Faktor, um Busse als  Verkehrsmittel attraktiver zu machen“, erklärt Aras.

Von einem stufenlosen Einstieg in die Busse profitieren Rollstuhlfahrer genauso wie ältere Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen oder Fahrgäste mit schwerem Gepäck. „Mit vergleichsweise geringem Aufwand steigern wir so für alle den Komfort des öffentlichen Nahverkehrs“, sagt Lösch. Die Fahrerinnen und Fahrer sparen zudem Zeit. Durch die Anhebung von Bordsteinkanten ist aus Niederflurbussen ein stufenloser Ein- und Ausstieg möglich und das Umklappen einer Einstiegsrampe für Rollstuhlfahrer entfällt. „Das Land setzt auf den ÖPNV als umweltfreundliche und soziale Mobilitätsform“, erklärt Tschenk.

Der Bund schreibt vor, dass bis 2022 der ÖPNV komplett barrierefrei nutzbar sein muss. Das Land hat mit seinem Förderprogramm Impulse gesetzt, damit Stadt- und Landkreise diese Aufgabe möglichst frühzeitig angehen. Die zehn Haltestellen sind: Olgaeck, Rosenberg-/Johannesstraße, Charlottenplatz, Gablenberg, Feuersee, Falbenhennenstraße, Schwab-/Bebelstraße, Markuskirche, Augustinum und Rathaus.

 

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