Theodor-Heuss-Preis für „Die stillen Helfer“ in Stuttgart

Marina bei der Ehrung mit Heuss-Sohn2_bearbeitetDer Theodor-Heuss-Preis wurde kürzlich u.a. an die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer verliehen. Stellvertretend für alle „stillen Helfer“ nahm Marina Silverii aus dem „Freundeskreis West“ die Auszeichnung entgegen. In seiner Laudation betonte Oberbürgermeister Kuhn, dass Stuttgart eine europäische Stadt der Integration sei.  Europa sollte sich auf seine Werte und auf die praktische Vernunft besinnen. Es werde nicht toleriert werden , dass pauschal Stimmung gegen den Islam gemacht werde. Die Probleme müssten auf gewaltfreie Art und Weise gelöst werden.

Die Jury war sich einig, dass die stillen Helfer hier eine hervorragende Arbeit machen. Es sind Helfer*innen, die vielleicht „nur“ ihre überflüssigen Kleider und Schuhe spenden, die den Fahrdienst zum Arzt organisieren, Nachhilfestunden für Schüler*innen geben oder bei den  Sprachkursen helfen. Menschen, die ohne großes Aufheben ihre Hilfe anbieten und sich nicht von Bürokratie und Verwaltung aufhalten lassen. Theodor Heuss beschwor vor bald siebzig Jahren in einer ähnlich schwierigen Zeit gegenüber seinen Landsleuten „Mut zur Liebe“ zu.  Auch heute, in schwierigen Zeiten der Flüchtlingskrise, ist die Nächstenliebe für viele ein Wagnis. „Aber nur im Wagen wird gewonnen“, sagte Theodor Heuss dazu.

Ich freue mich ganz besonders, dass Marina Silverii, seit vielen Jahren Bezirksbeirätin für die Grünen im Westen und auf vielen Gebieten ehrenamtlich tätig, als Stellvertreterin für die stillen Helfer den Preis bekommen hat, herzlichen Glückwunsch! Marina Silverii und der Helferkreis gehören zu den wichtigsten Ansprechpartner in den Unterkünften für die Flüchtlinge. Sie sind die Bindeglieder für soziale Kontakte, für Bildung und Arbeit. Die Menschen, die hier Zuflucht suchen, müssen das Gefühl haben, angenommen zu werden. Sonst kann es leicht zu Konflikten kommen. Der Freundeskreis versucht auch zu helfen, wenn die Bürokratie der staatlichen Stellen für die Menschen zu kompliziert wird. Wichtig sind immer wieder Weltoffenheit und Pragmatismus. Der Freundeskreis lädt regelmäßig Interessierte zu seinen Treffen ein. Wer mit Flüchtlingen zusammenkommt, wird begreifen, dass die Zuwanderung eine Bereicherung sein kann. Wichtig sind eine pragmatische, weltoffene und positive Haltung gegenüber den Menschen!

 

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