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Courage-Schule macht „Gender“ zum Thema

Seit 2014 ist die Stuttgarter Max-Eyth-Schule eine so genannte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und Muhterem Aras ist die dazugehörige Patin. Im Rahmen dieser Initiative besucht die Landtagsabgeordnete die Schule immer wieder – so auch am Donnerstag, den 17. November 2016. Diesmal drehte sich alles um das Thema „Gender“.

Zwei der 13. Klassen haben sich gemeinsam mit Lehrer Herrn Dürüst-Kallas mit den verschiedensten Facetten des Themas „Gender“ befasst. Möchte man Frauen und Männern dieselben Verwirklichungschancen geben, kommt man um Gender-Mainstreaming nicht herum: Auch auf der Landesebene ist es notwendig, die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern hin zu prüfen. In allen Lebensbereichen sollen Bedingungen geschaffen werden, die es Frauen und Männern ermöglichen, gleichberechtigt miteinander zu leben. Diese Zielsetzung entspricht der Umsetzung von Artikel 2 und 3 des Grundgesetzes.

Die Schülerinnen und Schüler berichten von ihren Erfahrungen, die sie bei der Projektarbeit gewonnen haben, z.B. in Bezug auf eine geschlechtergerechte Sprache oder auch in Bezug auf lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queeren Menschen – kurz LSBTTIQ. Muhterem Aras berichtete von persönlichen Erlebnissen und welche Anstrengungen die Landesregierung in diesem Bereich unternommen hat. Am 16. Juni 2015 wurde beispielsweise der Aktionsplan für „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ beschlossen. Im Februar 2016 ist das novellierte baden-württembergische Chancengleichheitsgesetz  in Kraft getreten.

Leidenschaftlich diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Muhterem Aras über den Sinn oder Unsinn von Quoten-Regelungen. Insgesamt waren sich beiden Schulklassen einig, dass ein „passives Tolerieren“ nicht zielführend ist, wenn Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, oder auch aufgrund von Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung benachteiligt und ausgegrenzt werden – man muss aktiv auf Menschen zugehen, um sie verstehen, akzeptieren und integrieren zu können.

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