Startsignal für kommunale Integrationsmanager

Das baden-württembergische Sozial- und Integrationsministerium hat den Kommunen und Landkreisen grünes Licht gegeben, Förderanträge für Integrationsmanager zu stellen. Die vom Land geförderten Integrationsmanager sind ein Kernelement des Paktes für Integration, den das Land und die Kommunalen Landesverbände in diesem Jahr geschlossen haben.

Die vier Stuttgarter Landtagsabgeordneten Muhterem Aras, Winfried Hermann, Franz Untersteller und Brigitte Lösch (alle Bündnis 90/Die Grünen) begrüßen es, dass der Pakt für Integration nun umgesetzt wird: Damit die Förderung der Integrationsmanager im Land möglichst schnell starten kann, werden zunächst 60 Prozent der 2017 dafür vorgesehenen Mittel zur Verfügung gestellt. „So können noch in diesem Jahr die ersten Integrationsmanagerinnen und -manager gefördert werden“, sagt Hermann. Die abschließende Verteilung der Mittel erfolgt dann im Herbst. Zunächst stehen der Landeshauptstadt 1.898.736 Euro zur Verfügung.

„Die Förderung bedeutet eine Entlastung für die Kommunen“, so Aras. Mit dem Pakt für Integration setze Baden-Württemberg bundesweit Maßstäbe bei der Integration von Geflüchteten. Lösch erklärt weiter: „Die Unterstützung der Integrationsarbeit vor Ort ist unserer Landesregierung ein zentrales Anliegen. Denn wir wissen und schätzen, was und vor allem wie viel in Stuttgart sowohl haupt- als auch ehrenamtlich geleistet wird.“

Aufgabe von Integrationsmanagerinnen und -managern, wie sie der Pakt für Integration vorsieht, ist die flächendeckende und individuelle Sozialberatung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Viele Kommunen und Kreise warten schon länger darauf, Integrationsmanager zu beschäftigen. Sie können jetzt loslegen. „Die Geflüchteten sind in den Kommunen angekommen, jetzt lautet die Aufgabe, sie ordentlich zu integrieren, und dafür brauchen wir die Integrationsmanager“, sagt Untersteller. Die Förderanträge können online über www.pik-bw.de abgerufen werden.

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