Foto: M. Lemke

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Oper Stuttgart setzt ein Zeichen für die Freiheit der Kunst

Die MitarbeiterInnen der Stuttgarter Oper und russische KünstlerInnen haben am 22. Oktober Freiheit für Regisseur Kirill Serebrennikow gefordert, der momentan in Moskau unter Hausarrest steht. Am Tag der Premiere von „Hänsel und Gretel“ brachten sie an der Fassade des Großen Hauses ein Banner mit der Aufschrift „Free Kirill“ an. 

Die Aktion war ein Protest gegen das Kommunikations- und Arbeitsverbot für Serebrennikow. Die Stuttgarter Oper mit ihrem Intendanten Jossi Wieler hielt trotz der Umstände an der Neuinszenierung der Oper „Hänsel und Gretel“ fest und die Premiere fand am Sonntagabend statt – allerdings ohne das geplante Bühnenbild und die Kostüme. Die Inszenierung erzählt das bekannte Märchen im Kontext der Globalisierung und beispielhaft am Schicksal von zwei Kindern aus Ruanda, die auf der Suche nach dem Glück in die Welt des Konsums und nach Stuttgart gelangen, so der SWR.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte nach der Premiere in der Staatsoper: „Ein lupenreiner Demokrat muss keine Angst vor der Kunst haben“. Die baden-württembergische Kunstministerin Theresia Bauer ergänzte: „Kunst muss unabhängig vom Staat arbeiten können, auch wenn sie vom Staat finanziert wird“. Um die Freiheit der Kunst müsse immer wieder aufs Neue gerungen werden – darauf machten auch LandespolitikerInnen mit ihrer Präsenz aufmerksam. Hier geht es zum Beitrag des SWR: „Empörung begleitet „Hänsel und Gretel“ .

v.l.n.r.: Gerlinde Kretschmann, Staatssekretärin Petra #Olschowski, Ministerin Theresia Bauer, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Intendant Jossi Wieler und Muhterem Aras mit ihrem Ehemann Sami Aras

v.l.n.r.: Gerlinde Kretschmann, Staatssekretärin Petra Olschowski, Ministerin Theresia Bauer, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Intendant Jossi Wieler und Muhterem Aras mit Ehemann Sami Aras

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