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Land unterstützt Stuttgart bei Altlastensanierung und Abwasserentsorgung mit gut 4.375.000 Euro

Umweltschonende Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz oder Regenwasser-Rückhaltung: Umweltministerium unterstützt die Städte und Gemeinden mit rund 164 Millionen Euro bei Projekten zu Wasserwirtschaft und Altlasten-Beseitigung. 

Auch die Stadt Stuttgart profitiert: Über 4.375.000 Euro fließen für Abwasserentsorgung und Altlastenbeseitigung nach Stuttgart, erklärten die vier Grünen-Abgeordneten Muhterem Aras, Winfried Hermann, Franz Untersteller und Brigitte Lösch.

„Die Spurenstoffelimination im Hauptklärwerk ist mit 2,943 Millionen Euro die finanziell größte Maßnahme in Stuttgart und stellt einen elementaren Beitrag zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur dar. Ich freue mich, dass die Landesregierung ihren Teil dazu beiträgt, dass die Spurenstoffelimination ins Rollen kommt“, sagt der Abgeordnete Franz Untersteller, der sich zudem darüber freut, dass neben zahlreichen Maßnahmen gut 1,04 Mio. Euro in die Sanierung des Altstandortes „Schochareal“ in seinen Wahlkreis investiert werden.

Neben der Spurenstoffelimination und der Sanierung des Schochareals, plant Stuttgart noch viele weitere Maßnahmen, beispielsweise in der Innenstadt die Sanierung des Altstandortes „Chemische Reinigung Klenk“ für gut 43.000 Euro und Sanierung des Altstandortes „Gaswerk Seidenstraße“ für gut 21.600 Euro. „Beide Projekte sind wichtig für die Altlastenbeseitigung in der Innenstadt“, sagt die zuständige Wahlkreisabgeordnete Muhterem Aras.

Auch im Filderwahlkreis, in dem Winfried Hermann sein Mandat innehat, wird investiert. „Es werden für ca. 62.500 Euro notwendige Untersuchungen der Altablagerungen am „Erdwall Fasanenhof“ vorgenommen“, erklärte der Abgeordnete die größte der zwei Maßnahmen in seinem Wahlkreis.

„Die Sanierung der Altablagerungen im Kraftwerksgelände Ost im Bereich der Kohlebandbrücke und die Detailuntersuchungen des Altstandortes an der ehemaligen Neckarstraße 135-139 sind mit 60.600 Euro und knapp 30.300 Euro die umfangreichsten Maßnahmen im Wahlkreis Stuttgart IV“, so die Grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch zu den wichtigsten Maßnahmen in ihrem Wahlkreis.

Insgesamt fließen gut 4,375 Millionen Euro in 28 Maßnahmen in Stuttgart. Die Spurenstoffelimination im Hauptklärwerk ist eine Stadtweite Maßnahme, die alle Wahlkreise betrifft. Im Wahlkreis Stuttgart I (Muhterem Aras), sollen neun weitere Maßnahmen realisiert werden. Auf den Wahlkreis Stuttgart II (Winfried Hermann) entfallen zwei weitere Projekte. Sieben Maßnahmen sind es im Wahlkreis Stuttgart III (Franz Untersteller) und neun im Wahlkreis Stuttgart IV (Brigitte Lösch).

HINTERGRUND:

Die Zuschüsse der Landesregierung aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds ermöglichen den Kommunen, ihre Wasserversorgung zu erneuern, den Schutz vor Hochwasser zu verbessern oder die Qualität der Flüsse, Seen und des Bodens in Baden-Württemberg dauerhaft zu steigern.
Den größten Betrag stellt das Land den Städten und Gemeinden dieses Jahr mit 75 Millionen für die umweltschonende Abwasserbeseitigung zur Verfügung. 30 Millionen Euro sieht das Umweltministerium für Investitionen in die landesweite moderne Wasserversorgung vor. Für den Hochwasserschutz nimmt die Landesregierung 46 Millionen Euro in die Hand. Hier profitieren Vorhaben, die die empfindliche Ökologie an Flüssen und Seen verbessern. Für die Sanierung kommunaler Altlasten sind diesmal Fördermittel in Höhe von 13 Millionen Euro eingeplant.
Beim Förderprogramm „Wasserwirtschaft und Altlasten 2019“ handelt es sich um von den Kommunen beabsichtigte, jedoch noch nicht bewilligte Vorhaben. Die endgültige Förderung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch separate Bewilligungsbescheide.

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