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185.500€ für zwei Stuttgarter Kunst- und Kulturprojekte

Die Stuttgarter Landtagsabgeordneten Muhterem Aras und Brigitte Lösch (beide Grüne) freuen sich, dass das Haus der Geschichte und JOiN – Junge Oper im Nord eine Förderung im Rahmen des Sonderprogramms „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ erhalten. „Kunst und Kultur haben für den Zusammenhalt der Gesellschaft eine grundlegende Funktion: Sie sind das Bindemittel – der Kitt – für eine Gesellschaft, denn mit ihren Angeboten fördern sie Kreativität, Empathie und Toleranz, sie regen zu kritischem Denken und zur Selbstreflexion an“, so Aras „Von Kunst– und Kultureinrichtungen gehen wichtige Impulse aus zu der Frage, wie wir den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen begegnen“, sagt Lösch.

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg erhält für das Projekt „eMotions“ 95.500 Euro. Dieses Projekt ist Bestandteil einer Ausstellungstrilogie über Emotionen und ihre historische Wirksamkeit. Die Junge Oper im Nord, kurz JOiN, bekommt eine Förderung in Höhe von 90.000 Euro für das partizipative Bühnenprojekt „Les enfants terribles“. In dieser Ballettoper wird mit dem Schwäbischen Turnerbund kooperiert und die Produktion soll mobil in Turnhallen an mehreren Orten in Baden-Württemberg aufgeführt werden.

Für das Sonderprogramm „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst haben sich Kunst- und Kultureinrichtungen aus ganz BadenWürttemberg beworben. Mit mehr als 60 Einreichungen in diesem Jahr ist das Interesse der Kunst- und Kultureinrichtungen an dem Sonderprogramm“ ungebrochen. Die zahlreichen Bewerbungen verdeutlichen, dass von den Kunst- und Kultureinrichtungen selbst ein starker Impuls ausgeht, den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen zu begegnen. Mit rund einer Million Euro werden 2019 insgesamt 10 Vorzeige-Projekte gefördert, die verstärkt die Zivilgesellschaft beteiligen und auf künstlerische Weise den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen begegnen.

Hintergrund zum Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ 2018 startete das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, um Zusammenhalt in der Gesellschaft
über den Weg der Kunst zu stärken. Gefördert werden Projekte von Kunst- und Kulturinstitutionen zu den Themen gesellschaftlicher Wandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt auf der Grundlage einer verbindlichen, längerfristig angelegten Kooperation mit Akteuren aus der Amateurkunst, der freien Szene, Hochschulen, Soziales, Bildung (u.a. Schulen), Religion, Sport, Wirtschaft oder Verwaltung.

Die Projektförderung setzt die verbindliche Teilnahme an einer Arbeitskonferenz sowie einer Abschlusskonferenz voraus, um sich über inhaltliche und methodische Fragestellungen austauschen und um eine Dokumentation und Auswertung der Projekte vorzunehmen (Evaluation).

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